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Darmkrebs –

Was heißt das für Sie?

Darmkrebs ist in Österreich die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern und die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken in Österreich ca. 4500 Menschen an Darmkrebs. Knapp zwei Drittel der Erkrankungen treten dabei im Dickdarm auf, rund ein Drittel betrifft den Enddarm. Bösartige Tumore im Dünndarm und im Analkanal sind hingegen sehr selten. Darmkrebs entsteht in über 90 % der Fälle durch Entartung gutartiger Vorstufen, sogenannter Darmpolypen. Je früher die Krebserkrankung entdeckt wird, desto besser ist die Prognose. Werden Tumore im lokalisierten Stadium entdeckt, also wenn die Organgrenzen noch nicht durchbrochen sind, liegt die Heilungschance bei fast 90 %. Dementsprechend wichtig ist eine Krebsfrüherkennung durch Vorsorgenuntersuchungen. In Österreich werden regelmäßige Darmspiegelungen, die sogenannten Vorsorge-Koloskopien, ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.

Das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt

Neben der Operation stehen Ihnen und Ihrem Arzt je nach Stadium und Lokalisation des Tumors noch weitere Therapiemöglichkeiten, wie z.B. Chemo- oder Strahlentherapie, zur Verfügung. In den letzten Jahren wurden auch neue zielgerichtete Therapieformen, sogenannte Immun- oder Antikörpertherapien, entwickelt. Durch eine Kombination verschiedener Krebsmedikamente konnte das Ansprechen auf die Therapie und die Prognose der Erkrankung deutlich verbessert werden.


Die Therapiewahl basiert auf vielen Einflussfaktoren wie Tumorlokalisation, Größe und Ausdehnung. Aber auch Ihr Alter und Ihre Begleiterkrankungen sind für die Therapieentscheidung wichtig. Ihr behandelnder Arzt aus dem Tumorzentrum in Oberösterreich wird Sie in einem persönlichen Gespräch ausführlich darüber informieren, welche Behandlung für Sie ideal ist und Sie über Therapieablauf, mögliche Nebenwirkungen und Begleitmaßnahmen aufklären. Gemeinsam mit ihm werden Sie dann die Entscheidung für Ihre Behandlung treffen.

„Nachdem Ihre individuellen Faktoren wie Alter und Begleiterkrankungen, aber auch das Nebenwirkungsprofil einer Behandlung eine zunehmend wichtige Rolle bei der Therapiewahl spielen, sollten Sie als Patient in die Therapieentscheidung immer mit eingebunden werden.“

OA Dr. Michael Schiffer
Salzkammergut Klinikum Bad Ischl

Weitere Informationen zum Darmkrebs und hilfreiche Dokumente haben wir auf der Seite „weiterführende Informationen“ für Sie zusammengestellt.

Ihre Behandlung kann in den meisten Fällen in jedem Krankenhaus, das Teil des Tumorzentrums in Oberösterreich ist, mit der gleichen, gesichert hohen Qualität stattfinden. Dafür sorgen wir durch einheitliche Diagnose- und Therapierichtlinien und Tumorboards, in denen sich ein standort- und abteilungsübergreifendes Team aus Fachärzten  zu Ihrer Situation berät. So können Sie spitzenmedizinische Betreuung im Krankenhaus in Ihrer Nähe in Anspruch nehmen. Nur wenn besondere medizinische Maßnahmen erforderlich sind, z.B. Strahlentherapie, werden Sie für die nötige Behandlungsdauer in das entsprechend spezialisierte Spital verlegt

„Aufgrund der sehr hohen Heilungsrate von Darmkrebs im lokalisierten Stadium ist eine Früherkennung sehr wichtig. Nicht zuletzt durch die Etablierung der Vorsorge-Koloskopie konnte in Österreich in den letzten 15 Jahren die Sterberate um ca. 30 % gesenkt werden. Durch den hohen medizinischen Qualitätsstandard liegt die 5-Jahres-Überlebensrate in Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt.“

OA Dr. Michael Schiffer
Salzkammergut Klinikum Bad Ischl